Liebe Heimatschutzmitglieder, liebe Heimatschutzinteressierte
Klöster gehören seit Jahrhunderten zu den prägenden Bauten unserer Kulturlandschaft. Sie sind jedoch weit mehr als kostbare Baudenkmäler: Sie waren und sind Orte des Glaubens, der Bildung, der Gartenkultur, der Landwirtschaft. Hinter ihren Mauern wird gebetet, gearbeitet und gemeinschaftlich gelebt. So entstand auch ein immaterielles Erbe, das bis heute nachwirkt.
Heute stehen viele Klöster vor Herausforderungen: Die Zahl der Ordensgemeinschaften nimmt ab, und für zahlreiche Anlagen stellt sich die Frage nach ihrer Zukunft. Dabei geht es nicht nur um den Erhalt von wertvoller Bausubstanz, sondern auch darum, wie diese besonderen Orte ihre Bedeutung für die Gesellschaft bewahren können.
In der soeben erschienenen Ausgabe unserer Zeitschrift Heimatschutz/Patrimoine (hier bestellen) sind verschiedene Beiträge diesem Thema gewidmet: Das am letzten Wochenende mit unserem Schulthess Gartenpreis 2026 ausgezeichnete kulturkloster altdorf (oben Bilder der Preisverleihung) führt eine jahrhundertealte Garten- und Gemeinschaftstradition in neuer Form weiter. In Brig lebt der Gedanke der Gastfreundschaft im ehemaligen Marienheim fort. Und wer das Leben hinter Klostermauern selbst kennenlernen möchte, findet eine Auswahl von Klöstern in der ganzen Schweiz, die ihre Türen für Gäste öffnen.
So unterschiedlich diese Beispiele auch sind – sie zeigen, dass sich Klöster seit jeher weiterentwickeln: Sie haben Kriege und gesellschaftliche Umbrüche überdauert und sich immer wieder neuen Gegebenheiten angepasst. Darum ist auch ihre heutige Transformation kein Bruch mit ihrer Geschichte. Wo Klöster mit Sorgfalt weitergenutzt werden, können sie auch künftig das sein, was sie schon lange sind: Orte der Gemeinschaft.
Ihr Schweizer Heimatschutz